Inhaltsverzeichnis:
- Reedereien kritisieren Situation an der Bastei
- Rhein-cargo plant neue Anleger an der Hohenzollernbrücke
- Studie der IHK Köln warnt vor strukturellen Schwächen
- Stadtverwaltung sieht andere Prioritäten
Reedereien kritisieren Situation an der Bastei
Die Liegeplätze an der Bastei sorgen seit April 2022 für Diskussionen. Damals wurde Reisebussen die Zufahrt zum Ufer untersagt. Die Stadt begründet dies mit einem Gerüst zur Sicherung der beschädigten Bausubstanz. Ein Test mit einem Reisebus zeigte jedoch, dass eine Anfahrt technisch möglich wäre. Dennoch ist keine Verbesserung in Sicht. Große Reedereien wie A-ROSA vermeiden Stellungnahmen. Das Schweigen deutet auf eine angespannte Lage hin.
Rhein-cargo plant neue Anleger an der Hohenzollernbrücke
Um die Situation zu entspannen, kündigte die Betreibergesellschaft Rhein-Cargo konkrete Ausbaumaßnahmen an. Nördlich der Hohenzollernbrücke sowie am Leystapel sollen neue Liegeplätze entstehen. Für 135 Meter lange Schiffe wird im Bereich Leystapel eine neue Landebrücke gebaut. Auch am Standort Bastei sind Erweiterungen geplant, um mehr Schiffe gleichzeitig anlegen zu lassen.
Geplante Maßnahmen im Überblick:
- Erweiterung der Anlegestellen nördlich der Hohenzollernbrücke
- Neue Landebrücke für Großschiffe im Bereich Leystapel
- Zusätzliche Kapazitäten an der Bastei
Studie der IHK Köln warnt vor strukturellen Schwächen
Eine im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Köln erstellte Untersuchung zeigt erhebliche Mängel. Die Studie betont, dass Köln zwar großes Potenzial habe, dieses jedoch nicht ausgeschöpft werde. Gründe seien fehlende oder schlecht erreichbare Anleger sowie eine „unzureichende Kooperation“ zwischen Anbietern und Stadtverwaltung. Besonders am Konrad-Adenauer-Ufer kommt es regelmäßig zu Konflikten zwischen Touristen, Autofahrern und Radfahrern. Die mangelhafte Busanbindung verschärft die Situation zusätzlich.
Stadtverwaltung sieht andere Prioritäten
Insider berichten, dass Personalengpässe in den zuständigen Ämtern eine schnelle Lösung blockieren. Laut Angaben ist die Verwaltung stark mit dem Projekt „Besser durch Köln“ ausgelastet. Das Rhein-Ufer bleibt dabei auf der Strecke. Die Koordination zwischen Stadt und Tourismusbranche gilt als lückenhaft.
Trotz wachsender Passagierzahlen und wirtschaftlichem Potenzial fehlt es in Köln weiterhin an tragfähigen Konzepten für die Flusskreuzfahrt-Infrastruktur. Die Kritik der Branche ist deutlich. Bleibt die Situation ungelöst, drohen langfristige Folgen für den Tourismusstandort.
Quelle: Express, webrivaig.com/de