Donnerstag, 14 August 2025 15:59

Tödlicher Badeunfall im Rhein in Köln-Rodenkirchen

Bergung des vermissten Schwimmers am Rhein Bergung des vermissten Schwimmers am Rhein pixabay/Foto illustrativ

Ein tragischer Vorfall erschütterte Köln-Rodenkirchen. Ein 47-jähriger Mann aus Köln ertrank beim Baden im Rhein. Seine Ehefrau und seine beiden Kinder wurden Augenzeugen. Die Suche nach dem Vermissten endete zunächst ohne Erfolg, bis Passanten die Leiche entdeckten.

Inhaltsverzeichnis:

Suche nach vermisstem Schwimmer aus Köln

Am Montagabend war die Feuerwehr Köln mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Mann war gemeinsam mit seiner Ehefrau und zwei Söhnen im Bereich des Rodenkirchener Strandes ins Wasser gegangen. Beim Baden gerieten er und einer seiner Söhne in eine starke Strömung. Der Junge konnte sich aus eigener Kraft ans Ufer retten. Vom Vater fehlte jede Spur.

Die Rettungsaktion umfasste unter anderem

  1. eine Tauchergruppe
  2. den Einsatz eines Polizeihubschraubers
  3. mehrere Boote der Feuerwehr

Trotz stundenlanger Suche musste der Einsatz abgebrochen werden. Die Polizei stufte die Überlebenschancen des Mannes als sehr gering ein.

Leichenfund bei Rheinkilometer 802,5

Am Mittwoch gegen 14.20 Uhr wählten Passanten den Notruf. Sie hatten im Bereich der NATO-Rampe bei Rheinkilometer 802,5 im Kreis Wesel eine leblose Person im Rhein gesehen. Die Feuerwehr Dinslaken schickte sofort Einsatzkräfte. Die Bergung erfolgte noch am selben Tag.

Die Polizei im Kreis Wesel konnte zunächst keine Angaben zur Identität machen. Am Donnerstagmorgen stand fest, dass es sich eindeutig um den vermissten 47-Jährigen aus Köln handelte.

Weitere tödliche Badeunfälle im Rhein

Erst Mitte Juni gab es zwei weitere Todesfälle im Kreis Wesel. Dabei handelte es sich um Personen aus Remscheid und Düsseldorf. Die Stadt Bonn warnte erneut vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein. Besonders gefährlich sei der plötzliche Wechsel zwischen stehendem und fließendem Wasser.

Die Stadt Düsseldorf reagierte mit einem generellen Badeverbot im Rhein. Dieses trat am Donnerstag in Kraft. Auch in Köln laufen Vorbereitungen für ein ähnliches Verbot.

Warnung vor unterschätzten Strömungen

Die Strömungsverhältnisse im Rhein ändern sich schnell. Für Schwimmer ist es kaum möglich, diese rechtzeitig zu erkennen. Besonders an beliebten Badestellen wie der Rodenkirchener Riviera unterschätzen viele Besucher die Gefahr. Jedes Jahr kommt es zu mehreren tödlichen Badeunfällen im Fluss.

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger, www.milekcorp.com/de/