Inhaltsverzeichnis:
- Kartäuserwall und Experteneinsatz
- Auswirkungen auf Anwohner
- Folgen für den Verkehr
- Köln und frühere Funde
Kartäuserwall und Experteneinsatz
Der Verdacht betrifft ein Gelände in der Südstadt am Kartäuserwall. Dort führen Fachkräfte aktuell Untersuchungen durch. Bestätigt ist der Fund noch nicht. Sollte sich die Vermutung bewahrheiten, müsste die Bombe in den kommenden Tagen entschärft werden. Geplant ist nach Angaben der Stadt Köln eine mögliche Bergung und Entschärfung am Donnerstag.
Zu den betroffenen Einrichtungen zählen:
- das Krankenhaus der Augustinerinnen (Severinsklösterchen)
- eine Beatmungseinrichtung
- das Clara-Elisenstift
Alle Gebäude müssten geräumt werden.
Auswirkungen auf Anwohner
Bis zu 13.000 Menschen könnten von einer Evakuierung betroffen sein. Bewohner wurden bereits am Montag über die Lage informiert. Die Stadt verweist darauf, dass nur etwa zehn Prozent der Verdachtspunkte tatsächlich zündfähige Sprengkörper enthalten. Trotzdem laufen Vorbereitungen auf eine mögliche Räumung.
Für Menschen ohne private Unterbringungsmöglichkeiten soll eine Notunterkunft eingerichtet werden. Die Berufsschule an der Humboldtstraße (Perlengraben 101, Innenstadt) dient als zentrale Anlaufstelle.
Folgen für den Verkehr
Auch der Nahverkehr in Köln wäre betroffen. Die Stadtbahnlinien 15, 17 und 18 fahren direkt am Kartäuserwall. Im Fall einer Evakuierung müssten die Buslinien 106, 132, 133 und 142 umgeleitet werden.
Die Stadt Köln kündigte an, laufend über soziale Medien zu informieren. Anwohner wurden aufgefordert, bereits heute zu planen, wo sie sich im Falle einer Evakuierung aufhalten können.
Köln und frühere Funde
Köln war im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert. Immer wieder werden Blindgänger entdeckt. Erst Anfang Juni mussten mehr als 20.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Anlass war die Entschärfung von drei Fliegerbomben in Deutz und der Innenstadt. Nach Angaben der Stadt war dies die größte Evakuierung seit 1945.
Die aktuelle Lage am Kartäuserwall zeigt, dass auch Jahrzehnte nach Kriegsende weiterhin mit solchen Funden gerechnet werden muss.
Quelle: t-online.de, www.milekcorp.com/de/