Dienstag, 05 August 2025 16:46

Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal gefunden

Bombe in Köln entschärft Bombe in Köln entschärft pixabay/Foto illustrativ

Am Dienstagvormittag wurde in Köln-Lindenthal eine britische Fliegerbombe entdeckt. Der Sprengkörper stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und muss noch am selben Tag entschärft werden. Rund 2.500 Menschen sind von der Maßnahme betroffen. Bereits zwei ähnliche Funde wurden in den letzten Wochen gemeldet.

Inhaltsverzeichnis:

Kampfmittel in der Gronewaldstraße entdeckt

Am 5. August 2025 stieß ein Team bei Sondierungsarbeiten in der Gronewaldstraße 1 auf eine Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Der Fund ereignete sich gegen Mittag. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) trafen kurz darauf ein. Auch das Kölner Ordnungsamt begleitete die Maßnahme.

Der betroffene Bereich wurde mit einem Radius von 300 Metern abgesperrt. Laut Schätzungen leben dort etwa 2.500 Menschen. Die Behörden planen eine Evakuierung aller Personen in diesem Gebiet. Eine offizielle Anlaufstelle für die Betroffenen wird kurzfristig organisiert.

Evakuierung und Verkehrsprobleme

Die Entschärfung wird noch am 5. August erfolgen. Der genaue Zeitpunkt steht jedoch nicht fest. Während der Arbeiten ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Straßen in unmittelbarer Nähe der Fundstelle werden gesperrt. Details zur Verkehrsführung werden von der Stadt Köln gesondert mitgeteilt.

Für die Dauer der Evakuierung gelten folgende Maßnahmen:

  • Sperrung des gesamten Gefahrenbereichs.
  • Einrichtung eines zentralen Sammelortes für Evakuierte.
  • Einsatz von Sicherheitskräften zur Überwachung.
  • Bereitstellung von Transportmöglichkeiten für hilfsbedürftige Personen.

Wiederholte Funde in kurzer Zeit

Es ist bereits der dritte Bombenfund in Köln-Lindenthal innerhalb weniger Wochen. Am 29. Juli wurde eine britische 250-Kilo-Bombe mit Langzeitzünder entdeckt und erfolgreich entschärft. Zuvor, am 16. Juli, musste ein weiterer Fünf-Zentner-Sprengkörper mit Heckaufschlagszünder entfernt werden. Damals waren rund 7.500 Menschen betroffen.

Diese Häufung deutet auf eine verstärkte Belastung des Stadtteils mit Altlasten aus dem Krieg hin. Die Stadt Köln reagiert mit regelmäßigen Kontrollen und gezielten Suchmaßnahmen, insbesondere vor Bauprojekten.

Weitere Maßnahmen geplant

Die Behörden arbeiten eng zusammen, um Sicherheit und Koordination zu gewährleisten. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Stadt Köln werden in den kommenden Tagen weitere Sondierungen im Umfeld durchführen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und weitere Evakuierungen besser planbar zu machen.

Quelle: EXPRESS, www.milekcorp.com/de